Die Nacht war wieder um due 10 Grad Minus kalt. Die Standheizung lief die ganze Nacht durch und ich habe mich gut erholt. Es war gut gestern Abend nicht gestattet zu sein. Boddy Batterien und Sleep Score sind endlich mal wieder hoch, für meine Verhältnisse top. Beide knapp über 80.
Die neue Energie will auch gleich in Unfug umgesetzt sein. So buche ich für heute Nachmittag einen Tandem Flug bei St. Moritz Paragliding. Start ist 15 Uhr und bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit. Also gehe ich noch eine lockere Runde auf den Ski.
Gegen halb 2 mache ich mich fertig und laufe zur Talstation von Muragl. 13:45 geht’s hoch auf den Berg. Es sind eine Reihe von Piloten in der Bahn. Wer wird wohl Davide sein?
Beobachte ca. 6 Starts nun sind noch 2 übrig. Einer von denen ist eloquent, sprich mit dem Personal italienisch, lässiger Typ. Und er ist es am Ende auch. Fühle mich von Anfang an wohl in seiner Obhut.
Um 6 bin ich per Video kurz in HGW. Obwohl es für mich zu früh ist, ist es doch schön beide zu sehen. Dann schlafe ich noch mal bis 20 nach 8. Kaffee,… dann sehe ich, dass ich meinen gute Nacht Drink nicht genommen habe. Das hole ich erst einmal nach. Dann meldet sich Robert und hört auch sofort, dass ich offensichtlich nicht fit bin. Mhhh.
Bis heute Abend, bis zum Start ist ja noch viel Zeit. Und es sind ja nur 17 km😉
Schlafe und ruhe lange, die Body Batterie will sich aber nicht so recht laden. Mittags gehe ich Zähneputzen, als ich zurückkomme falle ich auf meinen Sitz. Rennbereit bin ich nicht. Höre mich nach Reibeisen an. 14:17 Uhr dann meine Entscheidung. Ich starte nicht und verhalte mich ruhig.
Um halb 4 mache ich mich auf den nach Pontresina um meine Startunterlagen abzuholen. Ein Plakat darf natürlich auch nicht fehlen.😊
Nachdem ich durch das Marathon village geschlendert bin und unter anderem auch beim Biathlon zugeschaut habe, gehts wieder zurück. Es wir auch langsam wieder kalt.
17:45 komme ich am Platz an und habe mir bekannte neue Nachbarn. Ist gefühlt ein Hochhaus. In der Nacht ist das ja egal, mal sehen wie es morgen mit der Sonne ist.🙈
Nach dem gestrigen Tag war ich total Matsch. Bin zwar kurz nach halb 7 wach aber eben nicht wirklich wach. 1. Kaffee, 2. Kaffee nichts. Akku ist leer. Mache mir ernsthaft Sorgen um die beiden kommenden Läufe.
Mach dir keinen Stress, Komi. Machste du halt einen Ruhetag. Es fällt schwer, wenn man mitten im Langlaufparadies ist.
Urs meldet sich, und meldet dass der Kontakt zu Toko hergestellt ist und meine Ski am Samstag präpariert werden. Zu meiner Akklimatisation schreibt er, dass es auf jeden Fall noch besser wird.
13:30 stolpere ich los Richtung Bob Bahn. Die ist noch erstaunlich gut in Schuss.
Dann geht’s hoch nach St. Moritz Dorf.
Komme an einer Galerie vorbei und gehe rein. Tolle großformatige Fotos.
Ein Buch mit vielen Bilder kostet 190 chf. Das lässt mich dann doch zögern.
St. Moritz Dorf ist wirklich ein kleines Highlight. Finde die Talstation hoch zum Puiz Nair mit knapp über 3000m.
Eine Karte wird mir nicht mehr verkauft, es sei zu knapp. Jetzt ist es 15:45🙈🤷 Die werden es schon wissen.
Zurück geht’s über den St. Moritzsee zum Stazer See und dann nach Muragle. Eine wirklich schöne Runde!!!
Die Nacht war ok. Um Mitternacht und ab 4 bin ich immer mal wieder wach. Die Straße ist sehr stark zu hören, das nervt!!! Als ich beim ersten Kaffee sitze, beschließe ich um 8 zur Rezeption zu gehen und um einen sonnigen und ruhigeren Platz zu bitten. Ich habe Erfolg 😊😊😊 11:15 bekomme ich einen neuen Platz.
Dann gehe ich Ski laufen.
Zunächst nach Pontresina einen Loipenpass lösen 12 CHF für 1 Tag (die Wochenkarte kosten 40 CHF). Dann starte ich Richtung Rosseg aber das ist mir viel zu schwer!!! Kämpfe mich dann bis zum Morteratschgletscher hoch. Man bin ich schlecht!!! Oder ist es die Höhe? wahrscheinlich beides.
Völkerwanderung auf den letzten Metern
Nach meiner Rückkehr esse ich in der Sonne, gehe duschen und sehr bald in die Koje.
Der Tag ist der Regeneration und der Reise ins Engadin + Besorgungen vorbehalten. Los ging es 06:30 mit einem ersten Telefonat mit meinen Süßen.
Dann Kaffee, Kaffee und langsam zusammenpacken. Zu guter letzt noch einmal die gute Infrastruktur nutzen, Schären und duschen. Punkt 11 checke ich aus und rolle Richtung Mittenwald. Die Pfandflaschen, vor allem die PET-Flaschen müssen weg. Den Flaschenbeutel die nächsten 7 Tage immer wieder anzufassen, ertrage ich nicht. Und in Mittenwald kann ich eventuell auch noch einen Wässeständer kaufen.
Blick aufs Karwendel
Dies alles geht auf! Dann nach Weidach zu MPreis die fehlenden Lebensmittel einholen und tanken. Oh was, 1.74€ ???
Oh auch hier wo es normalerweise immer preiswerter als in D ist? Der Angriff der USA und der Israelis wirkt also bis hier her. Aber erst einmal reagiere ich trotzig, Nö dann in Telfs an meiner Lieblingstankstelle Richtung CH. Dort gibt’s auch die Vignette für Österreich.
Aber vorher kehre ich in Seefeld noch einmal bei Rückenwind ein. Der Langlaufspezialist wo ich den Trinkgurt gekauft habe. Da sich mein Skatingschuh in Auflösung befindet suche ich Ersatz. Zum absoluten Topmodell kann ich mich nicht durchringen, da die Passform im Fussbett nicht optimal ist. Für 700€ muss es eine glatte 1 sein. Also nehme ich wieder eine bequemere Variante, RX5 eigentlich für 250€ ich zahle 175€ und bin zufrieden. Dann gehts aber endlich los ins Engadin.
16:30 bin ich am Campingplatz und bekomme einen Platz unter hohen Bäumen. Nicht das was ich mir gewünscht hätte aber Umstände will ich nicht machen und richte mich ein.
Außerdem habe ich Knast und freue mich auf Tüften und feuriges Chili von Löwenanteil.
Um 0600 klingelt der Wecker, ich hätte noch schlafen können aber nützt ja Nix. drinnen 10 draußen 3 Grad und ganz feiner leichter Niesel.
Es ist Race day und damit der Körper auch weiß was die Stunde geschlagen hat, gibt’s Kaffee, Weizenbrötchen und Marmelade. Um 0741 fährt der Bus ab dem Campingplatz los, also viel Zeit bleibt nicht. Aber immerhin noch so viel, mit meiner Kleenen und Theo zu videorisieren. Am Ende wird’s noch knapp, bekomme den Bus, sitze aber ganz alleine drin. Ist das Rennen abgesagt???
Nein. In Weidach läuft das Treiben an. Meine gestern abgestellten Ski sind noch da, also kein Stress. Hab noch ca 1h Zeit mich vorzubereiten. Umziehen, verpflegen, ruhig bleiben. 10 nach 9 gehe ich zum Start. Da ich hier nicht zur Elite gehören und in diesem Jahr bei den Schnellen nichts zu suchen habe stehe ich ganz hinten, wie im letzten Jahr.
Dann geht’s los, fühle mich ganz ok, der Ski läuft mal besser mal schlechter, die Loipe ist sehr nass und dort halt langsam.
Nach 1:20 bin ich wieder zurück. Zufrieden!
Beim Blick aufs Ranking nicht mehr ganz aber wo soll es herkommen. Durch die permanenten Erkältungen waren die letzten 2 Monate quasi trainingsfrei, dafür war es top.
162 von 298 – Mittelmaß
Daller nicht lange im Ziel umher, hole meine Sachen und dann geht’s auf dem Ski zum Zeltplatz. Duschen, Essen, Rebooten, saunieren, chillen, Wäsche waschen.
So vergeht der Tag. Um 20 Uhr liege ich auf meiner Heizdecke.😉🥰
Dreiviertelsieben wache ich auf, der Körper ist noch müde. Ist ja auch kein Wunder bei einem Trainingszustand unter Null. Also was mache ich Heute?
Startunterlagen holen, Ski wachsen lassen, einkaufen und irgendwie doch den Körper fordern.
Aber zunächst muss erst einmal der Morgendrink und Kaffee ins System. Gegen 9, es hat 2 Grad Minus, sausen die ersten Athleten vorbei. Von der Rückbank aus dem Warmen kann ich die Loipe gut sehen und schon kommt das schlechte Gewissen. Nur ruhig Blut!!!
Wann fährt der Bus nach Weidach? 1007! Also Sachen packen, Ski von gestern wachsen und ab. Nach meinem Besuch im Mpreis gehe ich den Weg für morgen früh schon mal ab. 20min brauche ich.
1030 gebe ich die Wettkampfski bei Toko ab. Für 30€ (Bronze-Standard) – das muss reichen – das größte Defizit bin ich mit meinem Trainingszustand – lasse ich die Ski präparieren. Morgen wird es sehr warm und es soll regnen. Zum Glück hab ich sie abgegeben. Die Toko Jungs nutzen 2 Strukturrollen. Das Ziel ist grober als grob – das hätte ich nicht gemacht und wie sich heute Abend rausstellen wird ist mein Ski mit meiner mittelgrobe Struktur wie mit Zörbiger Sirup bestrichen. An einen Halbmarathon unter Wettkampfbedingungen ist mit diesem Equipment nicht zu denken.
Als ich auf meine Ski warte, hole ich meine Startnummer, nehme die Pasta und ein 0,0 Bier und höre in meinen Körper rein. Mein rechter Ellenbogen schmerzt latent. Beinwell könnte helfen! Aber woher nehmen? In Weidach gibt’s keine Apotheke, die in Mittenwald schließt bald, aber in Seefeld gibt’s noch eine Möglichkeit. Da ich mich ja ruhig verhalten möchte, werde ich wohl mit dem Bus rüber fahren.
Während ich so schön in der Sonne sitze kommen die ersten von der 42km Runde rein.
Unter anderem der Bruder von Florian Lipowitz und schon bald die ersten Frauen. Alles Kaderathlethinnen. Hier das Podium.
Aber was haben die für ein Trinksystem??? COXA? Mensch das ist doch genau das was ich mir gedacht habe. Da ich in diesem Jahr nicht mit dem Trinkgürtel laufen wollte, habe ich meinen Trinkrucksack mitgenommen. Der Vorteil ist, dass ich keine Flasche hinten raus und wieder reinfummeln muss und dadurch einfach häufiger und schneller trinken kann. So der Plan. Nur der „Riesen“ Rucksack der die Startnummer überdecken wird ist ein Argument dagegen. Nun aber COXA. Vereint alle positiven Eigenschaften. Aber wo gibts so was. Im Netz natürlich aber für morgen keine Variante. Noch ein Grund mehr für Seefeld, wenn ich dieses Produkt hier nicht bekomme.
Meine Ski sind fertig, Hochmotiviert mache ich mich auf den Weg. Meine Ski und Stöcke stelle ich hinter eine Werbewand, wird schon keiner mitnehmen.
Halb 2 bin ich in Seefeld und bekomme alles. Kytta Salbe und den Trinkgurt😊😊😊
1600 bin ich wieder zurück an der Wettersteinhütte. Was nun? Der Plan ist mit dem Ski zum Campingplatz runter zu laufen, in der einen Hand die Stöcke in der anderen die Race Ski und auf dem Rücken mein prall gefüllter Rucksack??? Nein die Ski für morgen müssen hier bleiben.
Volles Risiko.🙈😊 Wird schon gut gehen!
Kurz vor dem dunkelwerden bin ich zurück. 1 Saunagang geht noch bevor das Abendessen ansteht und es ins Bett geht.
Einmal war ich raus auf dem leeren Parkplatz. um kurz vor 7 werde ich wirklich wach und frage mich wie es zu Hause läuft, war die Nacht entspannt? Hoffentlich!!!
Fange an mich zu organisieren. Halb 8 werde ich von einem Mitarbeiter des Parkplatz Managements nach dem Parkschein gefragt, den ziehe ich umgehend. 5€
Ich sehe am Automaten, dass ich auch hier einen Tagespass für die Loipe erwerben kann. 15€ ok
Es dauert bis 10:30 bis ich auf dem Ski stehe. Außer dass es warm wird, treibt mich ja eigentlich nichts.
Heute kommt meine neue Sportbrille zum Einsatz. Mal sehen wie es wird mit High Tech auf der Nase?
Dann ziehe ich durch, 30km.
Nach 2 h bin ich wieder zurück. Reicht auch.
Einen einsamen Nachbarn habe ich in der Zwischenzeit bekommen und er näht mir gleich 5 Knöpfe an die Backe. Er stünde immer da wo ich gerade stehe, er kommt öfter, seine Ex Frau sei in der Nationalmannschaft gelaufen und über den Schnee geschwebt und da drüben steht normalerweise ein Mädel, das hat die ganze Heckgarage voll mit Ski – aber laufen hab ich die noch nie gesehen…..
Ich würge ihn ab, esse und lege mich in den Schlafsack.
Kurz vor 3 packe ich zusammen, fahre nach Weidach zum einkaufen und dann zum Campingplatz. Landstrom ist notwendig, da die Verbraucherbatterie durch die Standheizung schon etwas Schwach auf der Brust ist.
Dort angekommen, bekomme ich einen neuen Standplatz, statt meines gebuchten Platzes 56 darf ich auf die 38. der Platz ist super. Trocken, Eben, Sonnig und dicht zum Sani Gebäude.
Kaum angekommen, kann ich meine kleine Family sehen. Richte mich ein, gehe in die Sauna, esse zu Abend. (Schön stelzig was???🙃)
Dann habe ich nach einem weiteren Telefonat endlich Zeit Urs zu antworten. Er kommt leider nicht zum Engadiner.
Theo hat mich 3-4 mal geweckt, also normal. Er hätte nur länger schlafen können, 04:45 ist doch recht früh. Aber was soll er machen, wenn sich die Windel füllt. Er spielt schön mit der Kinderküche. Ich sage unvorsichtiger Weise oder mit bedacht, das machst du gut, Koch dem Papi mal einen Kaffee. Schlagartig lässt er alles liegen und läuft zur Tür. Er hat einen Plan. Also auf den Arm und Runter in die Küche, Maschine an, Tasse holen, Milch aus dem Kühlschrank,…. Dann können wir wieder ins Spielzimmer.
Um halb 8 gehen wir runter, die Küche ist warm, Gabi bereiteter uns das Frühstück, was für ein Service.
Um halb neu verabschiede ich mich und starte Richtung Süden.
In Potsdam mache ich gegen 12 eine erste Pause und versuche einen CarPlay Adapter zu kaufen. Leider Fehlanzeige. Ich wechsle das Kabel, dann geht’s. Hab mich schon sehr an die Funktionen gewöhnt.
15:39 dann die zweite und letzte Pause in Ottendorf. Hier haben wir schon ein paar mal gehalten.
Als ich München erreiche, wird es dunkel und der Feierabendverkehr schleicht.
Ursprüngliche hatte ich nicht vor, die gesamte Strecke in einem Zug zu fahren. Aber heute läuft es.
Um 21 Uhr stehe ich auf dem Parkplatz in Obern unter der Hohen Munde😊
Heute ist mein letzter Arbeitstag. Hausputz, Sachen final packen, Theo zur Krippe und von der Krippe holen. Ein Voller Tag der Risiken birgt. 17:00 Uhr starte ich nach Greifswald. Dort angekommen fällt mir auf, dass ich das Essen im Kühlschrank vergessen habe. Naja, meine Kleene kommt ja morgen aus Kiel und kann die Sachen am Freitag verwerten…