18.07.2022

Klaipeda

0400 Uhr haben wir die „weithin gut sichtbare“ Hafeneinfahrt von Klaipeda passiert. Die Anzahl der Wraks im Fahrwasser sprechen eine deutliche Sprache. Sind jedenfalls sehr froh über AIS und Kartenplotter!!!

Segeln noch ein ganzes Stück in den Hafen hinein. Gerade nachdem das Groß notdürftig am Baum festgetütert ist, bekommen wir von der Coastgard Besuch.

Sie rasen mit einem Schlauchboot heran, umkreisen uns und kommen auf Rufweite heran. Good moorning, witch nation, how many person on board, boot name, last port, how many days you stay in Klaipeda. If you leave Klaipeda you call coastgard on Chanel 73, Chanel 73. nach meiner Bestätigung verabschieden sie sich und rasen wieder weg. Mit unseren müden Antworten waren sie wohl zufrieden. (Das wir gerade aus Danzig kommen fiel mir fast nicht ein🤨)

Motoren weiter rein in die Dane‘. Um kurz nach halb 5 kommen wir an den Punkt wo wir entscheiden müssen in welcher Marina wir festmachen wollen. Da die Pilots auf dem Weg bis hierher schon 2x mit voller Fahrt vorbeigezimmert sind, biege ich wortlos in den Kanal Richtung Brücke ab.

Diese soll immer zur vollen Stunde öffnen. Janine probiert 2 Rufnummern aus, bei beiden keine Reaktion. Nun sind es nur noch ein paar Minuten bis 5, die warten wir langsam auf und ab motorend davor ab. 5 nach 5 es tut sich nichts. Außer ein paar Anglern ist niemand mit Brückenkompetenz zu sehen. Machen notdürftig hinter einem Gastroschiff fest und nehmen den schon lange „ersehnten“ Anleger zu uns, stoßen auf die schnelle und gute Überfahrt und im Nachhinein noch auf die Geburtstagskinder von gestern an!

0600, nichts rührt sich. 0603 greife ich zum UKW und rufe den Harbour master. Der meldet sich sofort, auf meine Frage ob wir in die Marina können, antwortet er „in a view seconds“. Wir starten also den Motor, schmeißen die Leinen los und begeben uns in Lauerstellung. Und nix tut sich. Also wieder festmachen und wieder eine halbe Stunde warten, Schiff aufklaren, anstoßen und die Tour resümieren….

Kurz vor 7, die Müdigkeit übernimmt fast das Kommando, raffe ich mich noch einmal auf und rufe den Hafenmeister auf Kanal 09. Die Antwort kommt wieder prompt aber beim Kontrollblick Richtung Brücke sind tatsächlich 2 Personen zu Gange. Ah es ist eine Drehbücke! Sie laufen im Kreis und Sie bewegt sich. Also Motor an und Leinen los.

Uns wird der Liegeplatz 6 zugewiesen, der liegt auf unserer Wunschseite (kurzer Weg zum WC,…) und wird schön ruhig sein. Kein geschaukel und kein Wellenschlag, Ruhe.

Gehe noch fix Hafengeld bezahlen, dann hält mich nix mehr. 0745, ab in die Horizontale und gute Nacht.

Halb 3 nehmen wir dann den ersten Kaffee des Tages und lassen den Blick schweifen.

Fast wie auf dem Dänholm, wenn man will ist man überall zu Hause

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