08.07.2022

Und wieder Hel

Nun da ich ein wenig ausgeschlafen bin und in die Takelage reinhöre und dann auch noch rausschaue, bin ich froh nicht unterwegs zu sein. Die Tropfen trommeln. Schön so eine Kuchenbude😊

Selbst die Möven gehen in Lee in Deckung

Als der Wind nachlässt, starten sie geschlossen wieder. Der Windmesser zeigt nun wieder weniger als 20kn.

Den Tag über beschäftige ich mich nun endlich mal mit dem Autopiloten. …. Handbücher lesen, testen, fluchen, Lösungsansätze finden. Dann gehts zum gemütlichen Landgang. Zuerst eine Glühlampe auftreiben, dann zum Strand, …

Auch gibts Trojaner😉
Die Flagge von Hel
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07.07.2022

Hel

Der letzte Arbeitstag der Woche ist rum und ich bin platt als wenn ich 60sm gesegelt bin. Es war aber auch irgendwie so. Seit gestern Mittag steht hier der Wind drauf. Angeblich nur mit 4 Bft. Das Schiff hüpft, die Stege wackeln und reißen an den Pfählen. Selbst diese (500 er Stahlrohre) wackeln. In der Nacht war ich 3 mal draußen, danach lag das Schiff gut angebenzelt so dass wir keine Angst mehr gaben mussten dass es auseinander gerissen wird.

Morgen könnten wir uns wieder frei bewegen, ablegen und Kurs auf Klaipeda nehmen. Natürlich beobachte ich täglich die Wettervorhersage. In den nächsten Tagen wird es sehr ungemütlich. Wind aus West 8Bft. Vor diesem Wetter wollen wir eigentlich noch schnell den nächsten Hafen erreichen. So ist die Planung, Freitag um 3 aufstehen um 4 ablegen.

Kurz bevor ich ohne Elan die Fahrräder an Bord bringen will, schaue ich wieder auf Windfinder. Ach ne schon wieder mehr Wind aus der falschen Richtung. So nun reicht es. Wir bleiben morgen erst einmal noch hier. Ausschlafen und dann werden die Karten neu auf den Tisch gelegt.

2230, wir haben vorhin noch einmal Lebensmittel gebunkert, gibt es endlich Abendbrot-Salat. Etwas spät aber ich freue mich drauf.

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06.07.2022

Hel

Janine macht eine tolle Fahrt nach Danzig. Fotos folgen.

Ich bin zu lange hinterm Notebook und komme erst 1800 Uhr los um noch ein wenig Rad zu fahren. Ziel ist Władysławowo. Am Ende war ich 3h auf der Halbinsel unterwegs.

Das Wahrzeichen von Władysławowo
Hier haben wir nix verpasst
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05.07.2022

Hel

Heute erster Bürotag der Woche. Ist auch gut so, weil ich wieder ganz schön im … bin. Komisch 🤨 60 Meilen segeln? Am Donnerstag/Freitag werden es mehr als 100.

Um 3 klappe ich den Rechner zu, Janine will gerade zur Inselerkundung aufbrechen. Da schließe ich mich doch gern an. Der Plan sieht vor: zum Cap, zum Strand, zum Leuchtturm und dann nach Jurata, mit der Promenade welche von einem Ufer zum anderen verläuft + Seebrücke

Nach einer kurzen Pause im Strandkaffee gehts auf dem Ostseeradweg zum nächsten Highlight.

Wreck of ORP Wicher II and ORP Grom II

Wellenlager

ORP Wicher war der erste moderne polnische Zerstörer für die Marine der Zweiten Polnischen Republik Marine. Am 3 September zusammen mit ORP „Gryf“ began es einen erfolgreichen Angriff auf einen deutschen Zerstörer aber leider am selben Tag, währen des Luftangriffs, wurde es im Hafen in Hel von drei Bomben getroffen….

Zurück im Hafen
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04.07.2022

Leba – Hel 57sm/2-6Bft W

0630 gehts hoch. Der Biorhythmus weiß Bescheid. Ich habe noch den Auftrag etwas einzukaufen. Also rauf aufs Rad und dann avanti. Ein Sixpack auf die Extension den Rucksack vollgepackt mit Obst, Mich und Brot gehts zurück zum Schiff.

Ich bin gerade dabei die Fahrräder für die nächste Etappe vorzubereiten da ist der Bagger voll und fährt raus zur Klappstelle. Nun haben wir noch 30min bis er die Hafeneinfahrt verschließt wie ein Korken auf der Flasche. Also wieder Avanti.

0830 werfe ich den Motor an, Seeklar sind wir noch nicht so richtig. Hop Hop sind die Leinen los und dann wie beim einlaufen der gleichen Zirkus noch einmal. Zwei mal zurückziehen weil wir fest waren🤨😊 Der Bagger hat kurz gewartet und wir waren draußen.

Bei 4kn von Achtern darf der gute Spi ans Top. Zum Glück haben wir nur wenig Dünung, so raschelt er leise vor sich hin. Nun klingelt das Telefon, Wetterwarnung.

1900 werfen wir den Motor an, die letzten Meter machen wir so. Reicht für heute, Landgang, Essen gehen

Piroggen, typisch Polnisch, Teigtaschen gefüllt mit verschiedenen Fleisch, Gemüse oder auch süß, werden sie gern gegessen. Die hier waren mit Ente gefüllt und dazu Rotkohlstampf😋 etwas winterlich …

Bettruhe😊

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03.07.2022

Leba

Liege in der Koje und denke, wat fürn Baulärm. Von wegen es ist Sonntag und Arbeitsfrei.

Um Acht schraube ich mich raus und sehe, stimmt auf der Baustelle ist Betrieb aber was noch verrückter ist-ein Bagger ist gekommen und tut was er soll. Genau an der Stelle wo wir so schön fest waren. Melde meine Beobachtung an die Vorpiek von dort kommt nur ein „Katerchen du verarschst mich doch schon wieder“

Gehe dann schon mal eine kleine Marathonvorbereitungsrunde laufen. Diese verläuft durch den Slowinski Nationalpark mit den Sanddünen die wir Infos heute auch noch ansehen wollen.

Zum Strand müssen wir natürlich auch noch.

Ach und Jagen auch, sonst gibts nichts zum Abendessen.
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02.07.2022

Ustka – Leba, 30sm/4Bft

Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns. Am Morgen nehmen wir den ersten Kaffee im sonnigen Cockpit. Da wir s as m frühen Nachmittag starten wollen (wenn der Wind nachlässt) fahre ich zu einem Tante Emma Supermarkt und kaufe Wasser und die Utensilien für unser Abendessen. Dann gehts in die Bunkeranlage von Herrn Blücher“. 1937 erbaut.

Bin zu müde um zu schreiben. Morgen😘

Gruselig!!!
Die Tragödie Gustloff

2030 nehmen wir vor der Hafeneinfahrt den Spi und das Groß weg. Unter Motor gehts die Leba hoch, 2kn Strom von vorn bis zur Einfahrt zur Marina. Auf einmal stehen wir. Grundstück!!!

Ein freundlicher Pole gestikuliert ausgiebig wir sollen ganz Dich an der Mole fahren, dann ginge es. Mir ist nicht wohl dabei, weil uns der Strom auch dagegenstellen kann. Aber was soll man machen? Nur Mut Hanni. Und siehe da, irgendwie kommen wir rein. Das Lot zeigt 1.6 wir schweben😊

Nachdem wir dann wirklich klassisch festgemacht haben im Hafen bedanken wir uns artig mit einem Anlegeschäppi. Das Reisegeschenk von Roli und Eveline wird also geköpft. Sehr lecker. Seglerschnaps aus HGW.

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01.07.2022

Darlowo – Ustka 25sm, 3Bft/NE

Um 6 klingelt der Wecker. Stehe auf und schaue raus.

Ein Blick auf den Wetterbericht, er soll sich verziehen. Also unser Plan wird nicht geändert. 7 Uhr auslaufen Richtung Ustka. Zwei Fischerboote fahren mit uns raus. Pottendicht, dank AIS sehen wir sie noch lange. Aber unsere Wege trennen sich schon nach der Mole.

Vor ein paar Minuten bekomme ich folgende SMS:“Alert RCB: Warning! Storms and strong winds expected today and overnight (1/2.07). Risk of power outages. During the storm seek shelter.“ Beruhigend dass wir so zeitig gestartet sind.

Nun 0935 4kn Wind mit 45 von Bb. Und schwups kann der Motor aus und wir laufen 4kn. Haben Jarosławiec querab.

Und die Schiessgebiete 16 und 17 glaub ich waren es. Mit dem Fernglas sieht es ziemlich spukt aus… und bei Google tut sich dies auf. Hätten wir nicht erwartet, dass man etwas erkennen kann. Naja, zum Glück nehmen sie wohl auf die ganzen Sommerurlauber Rücksicht und verhalten sich ruhig.

Kommen genau richtig in Ustka an. Die Brücke im Hafen müsste gleich aufgehen. 1215 werden Groß und Genua eingeholt, die Maschine gestartet, dann gehts rein in die enge Einfahrt. Wegen des Baggers nun noch etwas schmaler. Ach da ist die Ustke-Meerjungfrau. Wer an der linken Brust dreht hat 1 1/2 Wünsche frei. Na das checken wir aber aus. Zusammen kommen wir dann ja auf 3😊

Gleich hinter der Drehbrücke gehts in das Hafenbecken für Sportboote. Der Hafenmeister pfeift und wir haben einen schönen Platz. Der Service ist schon mal Top. Er hilft beim anlegen in der viel zu kurzen Box und dann gibts noch ein Hafenhandbuch on Top.

Hier war einiges los oben rum 😉 aber wir liegen gut geschützt 😊
Wir entscheiden uns untenrum fast nackig und oben gut geschützt dich einen Futtertrog aufzusuchen … hat sich gelohnt
Geräucherte Makrele mit Karotten und Halumnikäse mit caramelisierter Roter Beete und Püree
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30.06.2022

Darlowo – Rügenwalde

3. Hafentag- Arbeitstag für Hannes

Der Tag beginnt regnerisch. Was sich auch den ganzen Tag irgendwie hält. Dazu wird es schwül.

Janine fährt mit dem Rad in die Stadt, die Vorräte auffüllen. Zum Abendbrot soll es eine Pfanne mit lecker polnischer Wurst geben.

Was sonst so für Fragen im Raum stehen…

Der Wursthersteller, das Familienunternehmen „Rügenwalder Mühle“ , stammt tatsächlich von hier. Es wurde hier 1834 von einem Fleischer gegründet. Von ihm wurde die Teewurst erfunden. Die Brühwurst bekam ihren Namen, da man sie zur Teestunde verzehrte, welche unserem Abendbrot gleicht. Die letzte Mahlzeit nehmen Polen gegen 22 Uhr ein.

Ein Fangverbot für Dorsch gibt es anscheinend in Polen nicht. Man kann ihn überall erwerben bei den Fischern oder im Restaurant verzehren, meist paniert und frittiert – sehr lecker.

Wir wollen morgen weiter. Die Schiessgebiete vor der Küste „entscheiden“ ob es 20 oder 50 nm werden. Der Hafenmeister meint sie sind ab morgen den ganzen Juli offen. Wir fragen lieber persönlich beim Kapitanant des Hafens nach. Zum letzten Mal über die Schiebebrücke…. Sehr freundlich und hilfsbereit der Bosman. Er checkt mit Hannes das Netz. Jetzt wissen wir, wo wir selbst schauen können.

Auf den ehemaligen und einzigen rechteckigen Leuchtturm Polens kommen wir leider nicht. Nur Bares wäre in dem Fall Wares.…

Neben dem Job hat der Schlunzkönig die Kombüse auch noch super im Griff! Echt lecker die Pfanne.

Heute gehts nicht so spät in die Koje ( auch für die Nachteule), da wir morgen früh los wollen/ müssen.…

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29.06.2022

Darlowo

Heute der zweite Bürotag mit Videokonferenz und Telefon. Alles in allem ein erfolgreicher Tag. Um 1500 Uhr kann ich aufhören, habe einen guten Abschuss gefunden und nun Janine auf dem Rad verfolgen.

Nachdem sie das erste Mal einen großen Waschtag eingelegt hatte, Großpersenning musste noch vom Ruß und Dreck aus Swinemünde befreit werden hat sie eine Radtour vom etwas über 30km durch das Landesinnere mit Komoot geplant.

Irgendwann kommt sie wirklich los.

Ich habe nach meinem Feierabend noch ein wenig Zeit gebraucht. Vor allem weil der Hafenmeister mich versehentlich im Hafengebäude eingeschlossen hatte. Durch Klopfen an der Eingangstür ist eine polnische Familie auf mich aufmerksam geworden. Per Handzeichen konnte ich Ihnen signalisieren dass sie unseren Norwegischen Nachbarn mit einem Schlüssel schicken sollen. Hat geklappt😊

Sogar mit Bergwertung😉

Dank „wo ist“ habe ich Janine dann nach der Runde im Café gefunden. Sehr schön gelegen, vor einem historischen Highlight.

Inspiriert von der Dorschfangflotte im Pausenmodus gehen wir Abends selbigen essen. Sehr lecker, direkt vom Fischer. Dann noch denn Abend am Strand ausklingen lassen. Das geht schlechter😉

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