Heute erster Bürotag der Woche. Ist auch gut so, weil ich wieder ganz schön im … bin. Komisch 🤨 60 Meilen segeln? Am Donnerstag/Freitag werden es mehr als 100.
Um 3 klappe ich den Rechner zu, Janine will gerade zur Inselerkundung aufbrechen. Da schließe ich mich doch gern an. Der Plan sieht vor: zum Cap, zum Strand, zum Leuchtturm und dann nach Jurata, mit der Promenade welche von einem Ufer zum anderen verläuft + Seebrücke
Nach einer kurzen Pause im Strandkaffee gehts auf dem Ostseeradweg zum nächsten Highlight.
Wreck of ORP Wicher II and ORP Grom II
Wellenlager
ORP Wicher war der erste moderne polnische Zerstörer für die Marine der Zweiten Polnischen Republik Marine. Am 3 September zusammen mit ORP „Gryf“ began es einen erfolgreichen Angriff auf einen deutschen Zerstörer aber leider am selben Tag, währen des Luftangriffs, wurde es im Hafen in Hel von drei Bomben getroffen….
0630 gehts hoch. Der Biorhythmus weiß Bescheid. Ich habe noch den Auftrag etwas einzukaufen. Also rauf aufs Rad und dann avanti. Ein Sixpack auf die Extension den Rucksack vollgepackt mit Obst, Mich und Brot gehts zurück zum Schiff.
Ich bin gerade dabei die Fahrräder für die nächste Etappe vorzubereiten da ist der Bagger voll und fährt raus zur Klappstelle. Nun haben wir noch 30min bis er die Hafeneinfahrt verschließt wie ein Korken auf der Flasche. Also wieder Avanti.
0830 werfe ich den Motor an, Seeklar sind wir noch nicht so richtig. Hop Hop sind die Leinen los und dann wie beim einlaufen der gleichen Zirkus noch einmal. Zwei mal zurückziehen weil wir fest waren🤨😊 Der Bagger hat kurz gewartet und wir waren draußen.
Bei 4kn von Achtern darf der gute Spi ans Top. Zum Glück haben wir nur wenig Dünung, so raschelt er leise vor sich hin. Nun klingelt das Telefon, Wetterwarnung.
1900 werfen wir den Motor an, die letzten Meter machen wir so. Reicht für heute, Landgang, Essen gehen
Piroggen, typisch Polnisch, Teigtaschen gefüllt mit verschiedenen Fleisch, Gemüse oder auch süß, werden sie gern gegessen. Die hier waren mit Ente gefüllt und dazu Rotkohlstampf😋 etwas winterlich …
Liege in der Koje und denke, wat fürn Baulärm. Von wegen es ist Sonntag und Arbeitsfrei.
Um Acht schraube ich mich raus und sehe, stimmt auf der Baustelle ist Betrieb aber was noch verrückter ist-ein Bagger ist gekommen und tut was er soll. Genau an der Stelle wo wir so schön fest waren. Melde meine Beobachtung an die Vorpiek von dort kommt nur ein „Katerchen du verarschst mich doch schon wieder“
Gehe dann schon mal eine kleine Marathonvorbereitungsrunde laufen. Diese verläuft durch den Slowinski Nationalpark mit den Sanddünen die wir Infos heute auch noch ansehen wollen.
Zum Strand müssen wir natürlich auch noch.
Ach und Jagen auch, sonst gibts nichts zum Abendessen.
Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns. Am Morgen nehmen wir den ersten Kaffee im sonnigen Cockpit. Da wir s as m frühen Nachmittag starten wollen (wenn der Wind nachlässt) fahre ich zu einem Tante Emma Supermarkt und kaufe Wasser und die Utensilien für unser Abendessen. Dann gehts in die Bunkeranlage von Herrn Blücher“. 1937 erbaut.
Bin zu müde um zu schreiben. Morgen😘
Gruselig!!!Die Tragödie Gustloff
2030 nehmen wir vor der Hafeneinfahrt den Spi und das Groß weg. Unter Motor gehts die Leba hoch, 2kn Strom von vorn bis zur Einfahrt zur Marina. Auf einmal stehen wir. Grundstück!!!
Ein freundlicher Pole gestikuliert ausgiebig wir sollen ganz Dich an der Mole fahren, dann ginge es. Mir ist nicht wohl dabei, weil uns der Strom auch dagegenstellen kann. Aber was soll man machen? Nur Mut Hanni. Und siehe da, irgendwie kommen wir rein. Das Lot zeigt 1.6 wir schweben😊
Nachdem wir dann wirklich klassisch festgemacht haben im Hafen bedanken wir uns artig mit einem Anlegeschäppi. Das Reisegeschenk von Roli und Eveline wird also geköpft. Sehr lecker. Seglerschnaps aus HGW.
Um 6 klingelt der Wecker. Stehe auf und schaue raus.
Ein Blick auf den Wetterbericht, er soll sich verziehen. Also unser Plan wird nicht geändert. 7 Uhr auslaufen Richtung Ustka. Zwei Fischerboote fahren mit uns raus. Pottendicht, dank AIS sehen wir sie noch lange. Aber unsere Wege trennen sich schon nach der Mole.
Vor ein paar Minuten bekomme ich folgende SMS:“Alert RCB: Warning! Storms and strong winds expected today and overnight (1/2.07). Risk of power outages. During the storm seek shelter.“ Beruhigend dass wir so zeitig gestartet sind.
Nun 0935 4kn Wind mit 45 von Bb. Und schwups kann der Motor aus und wir laufen 4kn. Haben Jarosławiec querab.
Und die Schiessgebiete 16 und 17 glaub ich waren es. Mit dem Fernglas sieht es ziemlich spukt aus… und bei Google tut sich dies auf. Hätten wir nicht erwartet, dass man etwas erkennen kann. Naja, zum Glück nehmen sie wohl auf die ganzen Sommerurlauber Rücksicht und verhalten sich ruhig.
Kommen genau richtig in Ustka an. Die Brücke im Hafen müsste gleich aufgehen. 1215 werden Groß und Genua eingeholt, die Maschine gestartet, dann gehts rein in die enge Einfahrt. Wegen des Baggers nun noch etwas schmaler. Ach da ist die Ustke-Meerjungfrau. Wer an der linken Brust dreht hat 1 1/2 Wünsche frei. Na das checken wir aber aus. Zusammen kommen wir dann ja auf 3😊
Gleich hinter der Drehbrücke gehts in das Hafenbecken für Sportboote. Der Hafenmeister pfeift und wir haben einen schönen Platz. Der Service ist schon mal Top. Er hilft beim anlegen in der viel zu kurzen Box und dann gibts noch ein Hafenhandbuch on Top.
Hier war einiges los oben rum 😉 aber wir liegen gut geschützt 😊Wir entscheiden uns untenrum fast nackig und oben gut geschützt dich einen Futtertrog aufzusuchen … hat sich gelohnt Geräucherte Makrele mit Karotten und Halumnikäse mit caramelisierter Roter Beete und Püree
Der Tag beginnt regnerisch. Was sich auch den ganzen Tag irgendwie hält. Dazu wird es schwül.
Janine fährt mit dem Rad in die Stadt, die Vorräte auffüllen. Zum Abendbrot soll es eine Pfanne mit lecker polnischer Wurst geben.
Was sonst so für Fragen im Raum stehen…
Der Wursthersteller, das Familienunternehmen „Rügenwalder Mühle“ , stammt tatsächlich von hier. Es wurde hier 1834 von einem Fleischer gegründet. Von ihm wurde die Teewurst erfunden. Die Brühwurst bekam ihren Namen, da man sie zur Teestunde verzehrte, welche unserem Abendbrot gleicht. Die letzte Mahlzeit nehmen Polen gegen 22 Uhr ein.
Ein Fangverbot für Dorsch gibt es anscheinend in Polen nicht. Man kann ihn überall erwerben bei den Fischern oder im Restaurant verzehren, meist paniert und frittiert – sehr lecker.
Wir wollen morgen weiter. Die Schiessgebiete vor der Küste „entscheiden“ ob es 20 oder 50 nm werden. Der Hafenmeister meint sie sind ab morgen den ganzen Juli offen. Wir fragen lieber persönlich beim Kapitanant des Hafens nach. Zum letzten Mal über die Schiebebrücke…. Sehr freundlich und hilfsbereit der Bosman. Er checkt mit Hannes das Netz. Jetzt wissen wir, wo wir selbst schauen können.
Auf den ehemaligen und einzigen rechteckigen Leuchtturm Polens kommen wir leider nicht. Nur Bares wäre in dem Fall Wares.…
Neben dem Job hat der Schlunzkönig die Kombüse auch noch super im Griff! Echt lecker die Pfanne.
Heute gehts nicht so spät in die Koje ( auch für die Nachteule), da wir morgen früh los wollen/ müssen.…
Heute der zweite Bürotag mit Videokonferenz und Telefon. Alles in allem ein erfolgreicher Tag. Um 1500 Uhr kann ich aufhören, habe einen guten Abschuss gefunden und nun Janine auf dem Rad verfolgen.
Nachdem sie das erste Mal einen großen Waschtag eingelegt hatte, Großpersenning musste noch vom Ruß und Dreck aus Swinemünde befreit werden hat sie eine Radtour vom etwas über 30km durch das Landesinnere mit Komoot geplant.
Irgendwann kommt sie wirklich los.
Ich habe nach meinem Feierabend noch ein wenig Zeit gebraucht. Vor allem weil der Hafenmeister mich versehentlich im Hafengebäude eingeschlossen hatte. Durch Klopfen an der Eingangstür ist eine polnische Familie auf mich aufmerksam geworden. Per Handzeichen konnte ich Ihnen signalisieren dass sie unseren Norwegischen Nachbarn mit einem Schlüssel schicken sollen. Hat geklappt😊
Sogar mit Bergwertung😉
Dank „wo ist“ habe ich Janine dann nach der Runde im Café gefunden. Sehr schön gelegen, vor einem historischen Highlight.
Inspiriert von der Dorschfangflotte im Pausenmodus gehen wir Abends selbigen essen. Sehr lecker, direkt vom Fischer. Dann noch denn Abend am Strand ausklingen lassen. Das geht schlechter😉
Heute bewegt sich nichts. Um 7 begrüßt mich ein regnerischer Tag.
Die Nacht war unruhig. Wegen der Wärme ziehe ich nachts um in den Salon, trotz Sprayhood regnet es in den Niedergang, Janine weckt mich weil es durchs Luk im Vorschiff schifft und die Träume drum herum waren auch nicht so doll.
In der hiesigen Werft gegenüber, wird geflext mit einer Ausdauer die ich erwartet/befürchtet hatte. Aber im Keller ist es auszuhalten und dort ist es sogar etwas wärmer als draußen.
Um 18 Uhr klappe ich den Rechner zu und habe zu nix mehr so richtig Lust. Habe irgendwie das Gefühl mir was eingefangen zu haben. Etwas Halsschmerzen und Schlapp. Hoffentlich wird’s nicht schlimmer.
Machen dann doch noch einen kurzen Gang zur Schubbrücke, zum Strand und durch die Qualitätseinkaufsmeile.
Als wir nach 1h wieder am Schiff sind, fragt der Skipper von Fr. Smilla ob er mit seinem Schiff per AIS zu sehen ist. Freunde in der Heimat haben ihn das letzte mal vor 5 Tagen auf MarineTraffic gesehen. Die Sorgen kenne ich und schalte den Plotter an. Und siehe da, wir sehen ihn und er bedankt sich höflich.
En bereitet derweilen unser Abendessen, Bratkartoffeln mit Heringsfilets aus Rankwitz. Freue mich schon drauf, während ich noch ein wenig in der Sonne sitze und diese paar Zeilen tippe. Mehr wird’s wohl heute nicht mehr.
Um halb acht ging’s hoch. Wir wollen nach Darlowo. Aber vorher müssen wir noch das Thema mit den Seekarten klären. Im Yachthafen soll ein Navionicsdealer sein. Aber alles zu. Der Hafenmeister erklärt mir, dass dieses Büro dauerhaft geschlossen ist und gibt mir eine Visitenkarte. Der Neptun Shop liegt ca 3km vom Hafen entfernt. Versuche anzurufen. Leider nur ein polnischer Anrufbeantworter. Also Rad runter vom Gepäckträger und hingejachtet. Und Erfolg!!! 235€
Nachdem die Karte im Plotter ist legen wir kurz nach 10 ab. Sonne satt aus blauem Himmel, 28Grad.
Zunächst haben wir 17kn Wind. Mein Gefühl hat mich nicht getrügt. Beim rausfahren schlagen wir noch schnell die Genua1 ab und bereiten die Jib vor. Gute Wahl. Mit bis zu 7kn gehts am Wind Richtung Darlowo.
Der Wind ist so heiss, dass mir ein Fön auf Stufe 2 einfällt. Mittags flaut er etwas ab, nur noch 8kn, es geht aber kontinuierlich weiter mit angenehmer Reisegeschwindigkeit. Für Darlowo sind für 21 Uhr 28 Grad angesagt.
Aber lass den Hut auf😊
Überlegen noch ein wenig draußen vor Anker liegen zu bleiben. Aber mal sehen, erst mal ankommen. Noch sind’s 12sm.
Sind im übrigen auf der Höhe von Koszalin. Dort, es muss zu Solidarnosch Zeiten gewesen sei, bin ich 1 oder 2 Regatten gesegelt. Das war ein Erlebnis, nicht nur seglerisch sondern auch der Polenmarkt. Da gabs ne Hupe fürs Tandem. Unser Mütterchen hat uns auf der Rücktour vom Training schon von weitem gehört!
So 1600 Uhr liegen die Segel an Deck, der Anker im Wasser, das Sonnensegel gesetzt. Sommerfeeling stellt sich ein. Das erste Bad vom Schiff ist doch etwas überraschend kühl. Liegt’s an der Lufttemperatur?
2050 Anker auf und in den Hafen. Über Funk anmelden fällt aus, hat kein Schiff gemacht.
Machen die große Hafenrunde und versuchen den angenehmsten Platz zu finden. Schließlich ist morgen Bürotag.
Um 7 werde ich wach. Die Pflicht ruft. Die Windbedingungen sollen am Vormittag gut sein, 10kn ablandig. Wir wollen schnell und geschmeidig nach E, also los. Um 08:30 verlegen wir noch einmal vom Fischereihafen in den bis gestern wegen der Laser Euro gesperrten Sportboothafen. 0930 gehts dann los.
Draußen deutlich weniger Wind als gedacht🤨
Sind nach 38sm und viel viel Sonne endlich um halb sieben im Gästehafen von Kolberg fest.